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Fragen und Antworten

Praktische Informationen zur Trüffelzucht - FAQ's

Wann ist die beste Pflanzzeit für Trüffelbäume?
Die beste Pflanzzeit für Trüffelbäume ist, wie bei Obstbäumen, der Herbst, von Oktober bis November. Bis zur nächsten Wachstumsperiode sind die Pflanzen bereits gut eingewurzelt, das Giessen ist nur in Trockenperioden notwendig.
Da die Pflanzen im Topf geliefert werden, ist die Pflanzung auch im Frühjahr sehr gut möglich, dabei ist jedoch der Pflegeaufwand etwas höher, denn die Pflanzen sind noch nicht im Boden eingewurzelt und müssen daher öfter gegossen werden. Bei Frühjahrspflanzung sollten die Bäumchen auch vor intensiver Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Was ist bei der Pflanzung eines Trüffelgartens zu beachten?
Wichtig ist, dass Klima und Boden geeignet sind und dass die Trüffel vor Konkurrenz durch andere Pilzarten geschützt wird.
Je nach Baumart und Trüffelart empfehlen wir Pflanzabstände (in m) von bis 2x4 bis 3x4 (Burgundertrüffel an Hasel) bis 5x5 (Périgordtrüffel an Eiche). Bei der Pflanzung von Hecken (Hainbuche, Hasel) könne die Pflanzen auch wesentlich dichter gesetzt werden, um einen schnelleren Sichtschutz zu erzielen.
Nötigenfalls bitte einen Verbissschutz (Drahtgitter) vorbereiten.
Bitte die Pflanzen erst unmittelbar vor der Pflanzung aus dem Topf nehmen, damit die Mykorrhiza nicht austrocknet.

Kann ich die Pflanzen in einem Wald pflanzen? Kann ich an einem bestehenden Baum Trüffel ziehen? Ich habe bereits eine Hasel im Garten, wird die Trüffel überspringen, wenn ich ein Trüffelbäumchen pflanze?
Theoretisch kann das sich das Trüffelmyzel auf Nachbarbäume und Sträucher ausbreiten, es ist jedoch wahrscheinlicher, dass die Pilze der anderen Bäume auf das Trüffelbäumchen überspringen.
Daher sollte man einen möglichst großen Abstand zu Wald und Waldbäumen einhalten. Obstbäume sind keine Konkurrenz, da sie eine sehr unterschiedliche Pilzflora beherbergen. Die Beimpfung alter Bäume ist aus den genannten Gründen wenig chancenreich.


Welches Klima brauchen Trüffel?
Die Burgundertrüffel ist in Europa weit verbreitet, sie kommt von Italien bis Südschweden vor, das Klima im Schweizer Mittelland ist bestens geeignet. Wir finden Burgundertrüffel in der Schweiz bis in 600 m Höhe, in milden Lagen (z.B. Jura-Gebirge) kann sie auch noch in größerer Höhe gedeihen. Wenn die Sommerdürre länger als zwei bis drei Wochen dauert, ist Bewässerung vorteilhaft.
Die Wintertrüffeln und die Frühjahrstrüffeln brauchen ähnliche Bedingungen wie die Burgundertrüffeln. Die Wintertrüffeln reifen im frühen Winter, die Frühjahrstrüffeln im März.
Die Périgordtrüffel hat ihre natürlichen Vorkommen in Südwesteuropa, typischerweise in Weinbauregionen. In Mitteleuropa kommt diese Art nicht vor, sie bevorzugt Regionen mit milderen Wintern. Die Périgordtrüffel erreicht ihre Vollreife erst in den Wintermonaten.
Die Reifung wird durch leichte Fröste angeregt, bei starken Frösten (mehrere Tage in Folge unter –10°C) besteht das Risiko eines Durchfrierens der Trüffel. Der Anbau der Périgordtrüffel in Mittel- und Nordeuropa, ausserhalb der Klimazone ihres natürlichen Verbreitungsgebietes hat noch experimentellen Charakter, auch wenn es erste Erfolgsnachweise gibt.

Welchen Boden bevorzugen Trüffel?
Trüffel lieben kalkreiche, gut wasserzügige Böden. Staunasse ist nicht geeignet. Wenn der natürliche Kalkgehalt des Bodens nicht ausreicht, kann durch Kalkdüngung nachgeholfen werden. Wir empfehlen, die Eignung des Bodens für die Trüffelkultur durch Trüffelgarten testen zu lassen, wenn mehr als ca. 10 Pflanzen gesetzt werden.

Welche Erträge kann man erwarten?
Die Erträge sind sehr variabel, sie wechseln von Jahr zu Jahr und von Baum zu Baum. Die frühesten Erträge sind nach 3-6 Jahren möglich, viele Bäume kommen jedoch erst nach weiteren Jahren in den Ertrag. Pro Baum rechnet man im Mittel mit 150 bis 300 g Trüffel pro Jahr, die mögliche Bandbreite ist noch viel größer, sie reicht von 0 g bis zu mehreren kg. Bezogen auf einen Hektar sind in guten Jahren bis über 150 kg möglich, 15 bis 30 kg sind zufrieden stellend.

Gibt es eine Garantie? Wie viele Bäumchen sollte man mindestens pflanzen, um einen guten Ertrag zu erhalten?
TrüffelGarten garantiert, dass die gelieferten Trüffelbäumchen mit der gewünschten Trüffelart mykorrhiziert sind, dass die Bäumchen also wirklich eine Symbiose mit dem Trüffelmyzel eingegangen sind. Die weitere Entwicklung dieser Symbiose hängt von sehr vielen Faktoren ab, für einen sicheren Ertrag kann keine Garantie gegeben werden. Wenn Sie die mitgelieferten Pflanz- und Pflegehinweise, die nach unserem besten Wissen ausgearbeitet wurden, beachten, können Sie die Chance auf eine Trüffelernte maximieren. Die Gruppierung von Trüffelbäumen erhöht die Überlebenschance des Trüffelpilzes im Boden.

Sind die Bäumchen zertifiziert? Wie werden die Bäumchen kontrolliert?
Die Produktion der Trüffelbäume wird jährlich durch einen Spezialisten vom französischen Forschungsinstitut INRA geprüft. Wir wenden die sicherste Art der Prüfung an, um die beste Qualität zu garantieren.

Wie finde ich die Trüffel?
Was die Ernte betrifft: nach wie vor sind Hunde die besten Trüffelsucher. Man kann die Trüffel auch durch genaue Beobachtung finden, und im Garten ist das viel einfacher als im Wald, da man ja genau weiss, welcher Baum ein Trüffelbaum ist. Erntezeit ist je nach Witterung Sommer bis Spätherbst bei der Burgundertrüffel und Winter bei der Périgordtrüffel. Die Trüffeln wachsen meist knapp unter der Bodenoberfläche. Nach starkem Regen können die Trüffeln mit dem Scheitel die Bodenoberfläche durchstossen, wenn das nicht der Fall ist, kann man die Aufwölbung mit feinen Risse sehen, die das unterirdische Trüffelwachstum an der Bodenoberfläche bewirkt.

Was ist ein Trüffel?
Die Trüffeln sind Fruchtkörper der unterirdisch lebenden Pilz-Myzelien (fadenförmige Geflechte im Boden). Das Pilz-Myzel der Trüffeln geht eine Symbiose mit Bäumen ein, die beiden Lebewesen versorgen sich gegenseitig mit Nährstoffen. Die Verbindung zwischen Baum und Pilz passiert über die Baumwurzeln und nennt sich Mykorrhiza. Der intensive Duft und Geschmack entsteht durch die reifen Sporen im Fruchtfleisch der Trüffeln.